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Geschichte
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Lernen fördern e.V. Münster wurde im Jahr 1968 auf Initiative betroffener Eltern an einer Münsteraner
Förderschule als Ortsverein zur Förderung Lernbehinderter e.V. gegründet. Mit der Vereinsgründung bekannten
sich die Eltern offen zur Lernbehinderung ihrer Kinder und traten in der Folge engagiert für die Belange der
eigenen und anderer lernbehinderter Kinder ein. U.a. ging es den Eltern um die Schaffung von Förder- und Freizeitangeboten
sowie um Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung.
Die heutige Schwerpunktsetzung des Vereins auf Fragen der beruflichen Förderung und Integration zeichnete sich ab,
als erstmals Kinder der Gründungsmitglieder mit der Schwierigkeit konfrontiert waren, nach dem Verlassen der Schule
einen geeigneten Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz zu finden. Die beteiligten Familien mussten die Erfahrung machen, dass
eine dauerhafte Integration in Arbeit, die als wesentliche Vorraussetzung für ein unabhängiges, selbstständiges und selbst
gestaltetes Leben angesehen werden kann, für Lernbehinderte eine schwierige und teilweise kaum zu überwindende Hürde
darstellt.
Im Rahmen eines Modellprojektes zur beruflichen Integration wurden in dieser Zeit erstmals Angebote entwickelt, die sich mit dem
Übergang von der Schule in den Beruf befassten. Eine in diesem Zusammenhang neu eröffnete Kontakt- und Beratungsstelle
nahm 1983 ihre Arbeit auf und bot lernbeeinträchtigten Jugendlichen unter anderem die Möglichkeit, Stütz- und Förderunterricht
in Anspruch zu nehmen, um den schulischen Anforderungen einer Berufsausbildung gerecht werden zu können.
Mit der Eröffnung der Kontakt- und Beratungsstelle war ein wichtiger Schritt zur Professionalisierung der Arbeit von Lernen
fördern e.V. getan: Die bis dahin von Eltern ehrenamtlich geleistete Arbeit wurde mit Hilfe von Fachpersonal effektiver
gestaltet und es wurde ein erstes umfassendes Angebot zur Unterstützung der beruflichen und sozialen Eingliederung junger
behinderter Menschen geschaffen.
Im Januar 1986 startete mit den Ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) die erste durch die Bundesagentur für Arbeit geförderte
Maßnahme mit zunächst 36 Teilnehmern. Das Angebot war ausgerichtet auf die Bedürfnisse von lernbehinderten oder aus anderen
Gründen benachteiligten Jugendlichen in betrieblichen Berufsausbildungen.
Seit dieser Zeit hat sich Lernen fördern e.V. im Raum Münster als verlässlicher und erfahrener Träger der Jugendberufshilfe
zunehmend etabliert und stellt mittlerweile Förderangebote für etwa 300 Jugendliche bereit. Die Maßnahmen und Angebote
werden im Auftrag der Agentur für Arbeit, der Arbeitsgemeinschaft Münster (AMS) und der AIM jugend+
durchgeführt. Zusätzlich finanzieren sich die Angebote aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums für
Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW.
Die Angebote umfassen die folgenden Bereiche:
- schulische Berufsorientierung
- Aktivierung und Perspektivplanung
- Berufs- und Ausbildungsvorbereitung
- Berufsausbildung und Ausbildungsbegleitung
- Übergang in Arbeit
- Integration in Arbeit
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